E-Docs - Qualifizierter elektronischer Dokumentenaustausch zwischen Unternehmen und mittelständischen Unternehmen sowie mit der öffentlichen Verwaltung am Beispiel Rechnungen

Zettel auf Glaswand; Quelle: Fotolia/flydragon
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In Deutschland werden jährlich über acht Milliarden Rechnungen ausgetauscht. Der Anteil elektronischer Rechnungen liegt aktuell im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Die EU-Kommission hat die Mitgliedsstaaten aufgefordert, Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, damit der elektronische Rechnungsaustausch bis 2020 als branchenübergreifende Standardlösung etabliert wird. In Deutschland sind erste Maßnahmen insbesondere durch das Steuervereinfachungsgesetz umgesetzt worden, um die Kosten im papierbasierten Rechnungsaustausch, welche derzeit zwischen 6 und 23 Euro pro Rechnung liegen, zu reduzieren. Auf Basis der aktuellen gesetzlichen und technischen Entwicklungen besteht demnach der Kern des Förderprojekts darin, nachhaltige und prozessoptimale Lösungen für den elektronischen Rechnungsaustausch zwischen kleinen und mittleren Unternehmen sowie der öffentlichen Verwaltung zu entwickeln. Unter der Vielzahl von Lösungsalternativen werden unter Berücksichtigung von Kosten- und Nachhaltigkeitsaspekten die richtigen Ansätze für kleine und mittelständische Unternehmen sowie für die öffentliche Verwaltung ausgewählt und mit den beteiligten Projektpartnern evaluiert.

Das Projekt E-Docs endet allerdings nicht bei der Beurteilung ökonomischer Aspekte der jeweiligen Lösung für den elektronischen Rechnungsaustausch. Vielmehr zielt die Projektphilosophie auf eine Lösung ab, die das größtmögliche Potenzial aufweist, als Standard durchgesetzt zu werden. Dabei soll sie gleichzeitig Eigenschaften aufweisen, die sie für kleine und mittlere Unternehmen besonders attraktiv erscheinen lassen. Notwendige Bedingung hierfür ist, dass alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eine neue Lösung akzeptieren und diese auch von der Unternehmens- bzw. Verwaltungsleitung gefördert wird. Darüber hinaus ist der elektronische Dokumentenaustausch ein bilateraler Prozess, der auch bei allen Geschäftspartnern auf Zustimmung stoßen muss.

Projektpartner:

  • Goethe-Universität Frankfurt, Institut für Wirtschaftsinformatik
  • Bonpago GmbH,Frankfurt am Main
  • Konrad Kleiner GmbH & Co. KG, Mindelheim
  • ROTHENBERGER Werkzeuge GmbH, Kelkheim
  • TASK eDoc Services GmbH, Mainz
  • Assoziierte Partner:
    • Land Hessen
    • T-Systems, Frankfurt am Main

Projektlaufzeit:

01.04.2012 - 31.12.2014

Ergebnisse:

Elektronischer Rechnungsaustausch leicht gemacht

Zwischenbericht zum Pilotprojekt "Einführung der elektronischen Rechnung bei der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW)"

Leitfaden Elektronische Rechnung in der öffentlichen Verwaltung - Grundlagen, Umsetzungsempfehlungen, Best Practices

Technisches Hilfswerk: Elektronischer Rechnungsempfang ganzheitlich und technologieneutral

Lieferanten plädieren für die einfache Lösung: Die elektronische Rechnung per E-Mail

Micro-Firms Need to be Addressed Differently - an Empirical Investigation of IOS Adoption Among SMEs

Dismantling the environmental context - the role of environmental characteristics in the organizational adoption of open standard-based inter-organizational information systems

Fostering the Adoption of Open-standard IOS by Business Partners - Exploring the Role of Institutional Pressures

Behörden unter Zugzwang - EU will eRechnungspflicht

E-Docs: Leitlinien für den Austausch elektronischer Standards

Potenziale von Standardisierung im eBusiness für KMU

Weg vom Papier! - Elektronischer Rechnungsaustausch bietet Sparpotenziale für alle

Handlungsempfehlungen zur Umsetzung des elektronischen Rechnungsaustauschs mit der öffentlichen Verwaltung

Kommunales Rechnungsvolumen - Städte und Gemeinden verschenken Millionen

Sepa: Herausforderungen und Chancen für deutsche Banken im Firmenkundengeschäft

A Unified View of Electronic Invoicing Adoption: Developing a Meta-Model on the Governmental Level

Financial-Chain-Management. Ein generisches Modell zur Identifikation von Verbesserungspotenzialen

Electronic Bill Presentment and Payment (EBPP)

Warum eRechnung? Ökonomische und ökologische Einsparpotenziale in der öffentlichen Verwaltung

Akzeptanz, Begleitung und Veränderung

Weitere Informationen:

Faktenblatt E-Docs

Website

Kurzfilm E-Docs

weitere Informationen zum Thema

Förderinitiativen

Ansprechpartner

Logo E-Docs

Prof. Dr. Wolfgang König

Johann Wolfgang Goethe-Universität
Institut für Wirtschaftsinformatik
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt

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