Pressemitteilung
24.6.2015

Staatssekretär Machnig: Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung

Bundeswirtschaftsministerium gibt Startschuss zur Schaffung von Kompetenzzentren für "Mittelstand 4.0"

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat heute den Startschuss für die neue Förderinitiative "Mittelstand 4.0 - Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse" gegeben. Ziel ist es, im gesamten Bundesgebiet bis zu fünf Kompetenzzentren einzurichten und mit insgesamt bis zu 28 Mio. Euro in den kommenden drei Jahren zu fördern, die Mittelstand und Handwerk bei der Digitalisierung und der Anwendung von Industrie 4.0 unterstützen. Ihre Aufgabe besteht darin, kleine und mittlere Unternehmen zu informieren und beraten, für Digitalisierung zu sensibilisieren und sie bei Fragen der Qualifikation sowie durch konkrete Anschauungs- und Erprobungsmöglichkeiten zu unterstützen.

Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Matthias Machnig: "Mittelständische Betriebe und das Handwerk stehen in unserer zunehmend vernetzten und digitalen Welt vor enormen Herausforderungen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sie den Weg der digitalen Transformation gehen und die Chancen von "Industrie 4.0" erkennen und nutzen. Anders als große Unternehmen verfügen sie dabei oft nicht über die notwendigen Kenntnisse und Ressourcen. Mit den neuen Kompetenzzentren stellen wir unserem Mittelstand und dem Handwerk einen wichtigen Berater und Begleiter auf diesem Weg an die Seite. Die Förderinitiative ist Teil des auf dem letzten IT-Gipfel angekündigten Maßnahmenpakets "Innovative Digitalisierung der Deutschen Wirtschaft" und trägt damit zur Umsetzung der Digitalen Agenda der Bundesregierung bei."

Die Digitalisierung fordert die Wirtschaft in allen Dimensionen: Bei Technik, Organisation, Qualifikation und Geschäftsmodellen. Sie stellt Unternehmen vor große Herausforderungen, denn sie müssen schnell auf Marktveränderungen reagieren und gleichzeitig dem wachsenden Bedarf nach stärkerer Individualisierung gerecht werden. Deshalb bedarf es digitalisierter und vernetzter Produktionstechnologien und neuer Geschäftsmodelle, die die Potenziale von Industrie 4.0 optimal ausschöpfen und dabei die notwendige Sicherheit gewährleisten. Erforderlich ist aber auch das Know-how, die neuen Technologien an die Arbeitsprozesse anzupassen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen benötigen hier Unterstützung, denn gerade bei der Vermittlung von Erfahrungen und der fachlichen Begleitung der Digitalisierung in mittelständischen Unternehmen bestehen große Defizite. Das ist das Ergebnis der Studie "Potenziale der Anwendungen von Industrie 4.0 im Mittelstand", die agiplan im Auftrag des BMWi durchgeführt und vor kurzem vorgelegt hat.

Die Kompetenzzentren sollen die Unternehmen bei der Bewältigung der technischen, wirtschaftlichen, organisatorischen und sozialen Herausforderungen unterstützen. Interessenten können ihre Projektskizzen bis zum 14. August 2015 unter https://www.pt-it.de/ptoutline/application/dim einreichen.

Das Projekt ergänzt den Förderschwerpunkt "Mittelstand-Digital - IKT-Anwendungen für die Wirtschaft", mit dem das BMWi Unternehmen beim effizienten Einsatz von moderner IKT unterstützt. Neben den neuen Kompetenzzentren umfasst der Förderschwerpunkt "Mittelstand-Digital" die Förderinitiativen "eKompetenz-Netzwerk für Unternehmen" mit 38 eBusiness-Lotsen, "eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern" mit derzeit 17 Förderprojekten und "Einfach intuitiv - Usability für den Mittelstand" mit zurzeit 14 Förderprojekten.

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