Erschließen der Potenziale der Anwendung von Industrie 4.0 im Mittelstand

Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

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© BMWi
Stand: Juni 2015

Die Vision von Industrie 4.0 beschreibt eine neue Art der wirtschaftlichen Produktion, die durch eine durchgängige Digitalisierung und die stärkere innerbetriebliche sowie überbetriebliche Vernetzung geprägt ist. Diese potenzielle vierte industrielle Revolution stellt Unternehmen weltweit vor große Herausforderungen, denn Industrie 4.0 betrifft alle Dimensionen:

  • Technik (Stichworte: Digitalisierung, hochgradig vernetzte Systeme von Sensorik / Aktorik über Maschinen / Anlagen bis zu den Nutzern)
  • Organisation (Stichworte: Daten, Entscheidungen, Handlungen, dezentrale Steuerung und autonome Systeme)
  • Menschen (Stichworte: Qualifikation und Qualifizierung, Mensch-Maschine-Interaktion)
  • Geschäftsmodelle (Stichworte: individualisierte Produktion, Einbindung von Kunden, Denken in Produktlebenszyklen, Serviceorientierung)

Vor dem Hintergrund der ökonomischen Herausforderungen in Deutschland und Europa stellt sich die Frage nach der Bedeutung von Industrie 4.0 für den Mittelstand: Bietet Industrie 4.0 Chancen für mittelständische Unternehmen? Und, wenn ja, welche? Sind mittelständische Unternehmen auf die Anforderungen der vierten industriellen Revolution vorbereitet oder riskieren sie, den Anschluss an die Technologien und damit ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren?
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat das Konsortium bestehend aus der agiplan GmbH, dem Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (Fraunhofer IML) und dem Zentrum für Innovation und Technik in Nordrhein-Westfalen GmbH (ZENIT) beauftragt, die Potenziale der Industrie 4.0 für den deutschen Mittelstand zu identifizieren, den derzeitigen Umsetzungsstand zu ermitteln und ein Aktionsportfolio abzuleiten, mit dem Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu einer möglichst breiten Umsetzung von Industrie 4.0 im Mittelstand beitragen können. Dabei werden unter dem Begriff "Mittelstand" produzierende mittelständische Unternehmen mit bis zu 2.500 Beschäftigten zusammengefasst.