Forschungsprojekt Cybercrime

© Fotolie / Mikko Lemola

Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. (KFN) und das Forschungszentrums L3S der Leibniz Universität Hannover führen derzeit eine umfangreiche Studie durch, die darauf abzielt, die Lage der IT-Sicherheit in Bezug auf Cyberangriffe in Deutschland umfassend zu untersuchen und Handlungsempfehlungen für Unternehmen und staatliche Behörden zu entwickeln. Gefördert wird die Studie von der Initiative „IT-Sicherheit in der Wirtschaft“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie durch eine Zusatzförderung der VHV-Stiftung und von PricewaterhouseCoopers.

Als Teilprojekt dessen startet die bislang größte deutschlandweite Befragung von 5.000 Unternehmen zu diesem Thema, die im Auftrag des KFN vom renommierten Umfrageinstitut Kantar EMNID im Zeitraum August bis Dezember 2018 durchgeführt wird. Inhalt der repräsentativen telefonischen Befragung sind die Erfahrung und Erwartungen von Unternehmen mit dem Thema, wie auf Angriffe reagiert werden kann und welche Rolle staatlichen Sicherheitsbehörden dabei zukommt.

„Es ist zu wenig darüber bekannt, in welchem Ausmaß Unternehmen von Cyberangriffen betroffen sind, wie sie darauf reagieren und vor allem, wie sie sich effektiv schützen können“ erklärt Arne Dreißigacker, der Projektleiter der Untersuchung. Während in Deutschland in den letzten Jahren in vielen Kriminalitätsbereichen sinkende Fallzahlen zu verzeichnen sind, gehören Cybercrime-Delikte zu einem wachsenden Phänomen. Insbesondere Unternehmen stehen dabei im Fokus von Cyberkriminellen. Betroffene Unternehmen erleben häufig enorme finanzielle oder wettbewerbliche Nachteile als Folge. Besonders den kleinen und mittelständischen Unternehmen mangelt es dabei oftmals am Bewusstsein für mögliche Gefahren durch Cyberangriffe sowie an Ressourcen, IT-Sicherheit effektiv zu implementieren.

Die Erkenntnisse aus den einzelnen Untersuchungen werden in einer zweiten Phase des Vorhabens genutzt, um Handlungsempfehlungen zu erstellen und auf unterschiedlichstem Weg kleinen und mittelständischen Unternehmen zugänglich zu machen.

Die Initiative „IT-Sicherheit in der Wirtschaft“ bietet kleinen und mittleren Unternehmen Informationen und praktische Unterstützung rund um das Thema IT-Sicherheit.

Weiterführende Informationen finden Sie unter: www.cybercrime-forschung.de

Ansprechpartner:

Arne Dreißigacker, Soziologe, Studienleiter und wissenschaftlicher Mitarbeiter am KFN

E-Mail: arne.dreissigacker@kfn.de

Tel.: +49 (511) 348 36 28