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Eine heute vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie veröffentlichte Studie zeigt, dass erst sechs Prozent aller befragten Unternehmen Künstliche Intelligenz (KI) einsetzen. Der Anteil der Beschäftigten, die im Bereich KI tätig sind, macht damit weniger als ein Prozent aus.
Thomas Jarzombek, Beauftragter des Bundeswirtschaftsministeriums für Digitale Wirtschaft und Start-ups: „Unternehmen in Deutschland setzen KI längst nicht flächendeckend ein. Vielen Unternehmen, insbesondere im Mittelstand, ist noch gar nicht bewusst, wie sie Künstliche Intelligenz in ihr Geschäftsmodell einbauen und damit Prozesse optimieren und auch neue datengestützte Produkte anbieten können. Die Corona-Krise sollte wo immer möglich von Betrieben genutzt werden, sich mit Kenntnissen über Künstliche Intelligenz fortzubilden. Mit unseren Maßnahmen wie den KI-Trainern und der Schirmherrschaft über den kostenlosen Online-Kurs „Elements of AI“ wollen wir dazu beitragen, Künstliche Intelligenz in die Fläche zu bringen.“
Die heute veröffentlichte Studie „Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Deutschen Wirtschaft“ gibt erstmalig einen Überblick zum aktuellen Stand der Nutzung von KI in den Unternehmen. Anhand von Indikatoren wird aufgezeigt, in welchen Branchen, welchem Umfang und mit welcher Zielrichtung KI im Jahr 2019 eingesetzt worden ist.
Die Studie ist Teil eines umfassenden Forschungsauftrags zum Thema Digitalisierung, den das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie für einen Zeitraum von zunächst drei Jahren beauftragt hat. Das Projekt „Messung des Digitalisierungsgrades der deutschen Wirtschaft“ wird von einem Projektkonsortium, bestehend aus dem ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH Mannheim (Konsortialführer), dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V., der Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH, dem Forschungsinstitut für Rationalisierung e.V. an der RWTH Aachen und dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e.V. durchgeführt.
Auch künftig wird es im Rahmen des Forschungsvorhabens weitere Studienberichte zum Einsatz von KI in den Unternehmen geben und damit zugleich eine Maßnahme aus der im November 2018 verabschiedeten KI-Strategie der Bundesregierung umgesetzt.
Ziel der Bundesregierung ist es, neben dem Transfer von Wissen über Künstliche Intelligenz aus der Forschung in die unternehmerische Praxis vor allem die Nutzungsaufnahme im Mittelstand breit zu verbessern. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert deswegen seit 2019 unter anderem die Tätigkeit von KI-Trainern an den Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren. Sie sollen Mittelstand und Handwerk für die technologischen und wirtschaftlichen Potentiale der Künstlichen Intelligenz sensibilisieren. Bundesweit haben bereits über 50 KI-Trainer ihre Arbeit an 13 Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren aufgenommen.
Zudem hat der Bundesminister für Wirtschaft und Energie die Schirmherrschaft für den kostenlosen Onlinekurs Elements of AI übernommen. Dieser bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich zum Thema Künstliche Intelligenz fortzubilden. Der deutschsprachige Kurs kann in eigenem Tempo durchgearbeitet werden und erfordert weder mathematische noch Programmier-Kenntnisse. Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) bieten mit Elements of AI einen niedrigschwelligen Einstieg in die Künstliche Intelligenz. Der Lehrgang wurde von der Universität Helsinki und dem finnischen Unternehmen Reaktor entwickelt und auf Anregung der AHK Finnland über die DIHK-Bildungs-GmbH nach Deutschland geholt. Die appliedAI Initiative des gemeinnützigen Zentrums UnternehmerTUM hat die inhaltliche Überführung von Elements of AI ins Deutsche unterstützt und betreut den laufenden Betrieb.