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Der diesjährige 14. Digital-Gipfel findet erstmals rein virtuell statt. Hierzu erklärt der Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier:

„Die Digitalisierung kann einen enormen Beitrag dazu leisten, dass wir beim Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz schneller vorankommen. Digitale Technologien und datengetriebene Effizienzsteigerungen tragen maßgeblich dazu bei, unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Und das haben auch immer mehr Unternehmen erkannt. Wir unterstützen unserer Wirtschaft dabei, diese Potenziale der Digitalisierung zu nutzen. Deshalb fördern wir Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz (KI) und Quantencomputing und setzen uns für gemeinsame europäische Projekte ein, beispielweise zu Mikroelektronik und Kommunikationstechnologien.“

Der Bundeswirtschaftsminister begrüßt zum ersten rein virtuellen Digital-Gipfel der Bundesregierung mehrere Tausend hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft und gesellschaftlichen Gruppen. Neben Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel nehmen auch die Bundesministerinnen Karliczek, Klöckner, Lambrecht und Schulze und die Bundesminister Seehofer, Scheuer und Heil sowie die Staatsministerinnen Grütters und Bär an dem Spitzentreffen teil. Die EU-Kommission ist durch ihre Präsidentin Dr. Ursula von der Leyen vertreten.

Unter dem Motto „Digital nachhaltiger leben“ diskutieren die Expertinnen und Experten des umfangreichen Gipfel-Netzwerks die Chancen der Digitalisierung für mehr Nachhaltigkeit, aber auch Strategien, die Energieeffizienz der Informations- und Kommunikationstechnologien selbst zu erhöhen.

Exponate der Gipfel-Plattformen zeigen, wie vorhandene Gebäude unter Einsatz intelligent vernetzter Lösungen zu smarten, integrativen und ressourcenschonenden Quartieren werden können, wie die EUV-Lithographie mit extrem ultraviolettem Licht immer kleinere, leistungsfähigere und energieeffizientere IT-Systeme ermöglicht und wie die Quantentechnologie Kommunikation abhörsicher macht (Video der Besichtigung durch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel auch nach dem Gipfel unter www.de.digital abrufbar). Über 30 Projekte der zehn Gipfel-Plattformen zum Thema „Digitalisierung und Nachhaltigkeit“ werden in Kurzfilmen vorgestellt.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier wird gemeinsam mit Gründungsmitgliedern der in Gründung befindlichen GAIA-X Association die Fortschritte des Projekts GAIA-X vorstellen, an dem sich inzwischen national und international mehr als 350 Unternehmen und Organisationen beteiligen. Gerade die sich im Umbruch befindende Fahrzeugbranche wird großen Nutzen aus GAIA-X ziehen können und als erste große Anwenderbranche bei GAIA-X vorangehen. Im Beisein von Bundesminister Altmaier wird die Initiative einer Automotive Alliance vorgestellt. BMW AG, Deutsche Telekom AG, Robert Bosch GmbH, SAP SE, Siemens AG und ZF Friedrichshafen AG arbeiten an einem offenen, skalierbaren Netzwerk auf Basis von GAIA-X für den sicheren, unternehmensübergreifenden Datenaustausch in der Fahrzeugindustrie. Dies wird auch die Umsetzung von Nachhaltigkeitskonzepten in der Branche beschleunigen. Das cloudbasierte Netzwerk soll der europäischen Fahrzeugindustrie und ihren Partnern offenstehen und vor allem auch kleine und mittelgroße Unternehmen einbinden.

Bundesminister Altmaier: „GAIA-X ermöglicht die digitale Souveränität der Nutzer von Cloud-Dienstleistungen. Europäische Anbieter von Cloud-Dienstleistungen können ihre Nutzungen skalieren, so dass es wirtschaftlich attraktiv ist diese Dienstleistungen anzubieten. So werden Wertschöpfung und Beschäftigung in Europa nachhaltig gesichert. Ich begrüße daher gerade auch die Initiative einer Automotive Alliance, die die großen Chancen der Datenökonomie für die Branche und ihre mittelständischen Zulieferunternehmen nutzen will. Wir werden dies mit den Mitteln des Konjunkturpakets unterstützen.“

Damit zunehmende Digitalisierung im Einklang mit den festgelegten Klimazielen erfolgen kann, muss neben verstärkter Nutzung von erneuerbaren Energien auch digitale Infrastruktur hochgradig energieeffizient ausgestaltet werden. Bundesminister Altmaier: „Wir wollen deshalb Energieverbräuche und Energieeffizienz der großen Rechenzentren in Deutschland und möglichst auch in Europa transparent machen und in Abstimmung mit der Branche ein freiwilliges Register aufbauen.“

Um auch Städten und Gemeinden die Realisierung von Nachhaltigkeitsgewinnen zu erleichtern, hat die Initiative Stadt.Land.Digital des BMWi für den diesjährigen Digital-Gipfel mit der Fokusgruppe „Intelligente Vernetzung“ den Smart City Navigator entwickelt. Der Navigator enthält realisierte nachhaltige Digitalisierungsprojekte in Städten und Kommunen und gibt Einblick in smarte, nachhaltige Projekte aus ganz Deutschland.

Ausführliche Informationen zum gesamten Programm des Digital-Gipfels 2020 und allen aktuellen Projekten und Initiativen des BMWi zum Gipfel finden sich unter www.de.digital.

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