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Heute startet der internationale Cybersicherheitsmonat. Dieser dient der Sensibilisierung für IT Sicherheit. Die Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand – das Kernprojekt der Initiative IT Sicherheit in der Wirtschaft des Förderschwerpunkts Mittelstand-Digital vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) – wird am 5. Oktober 2026 ihr Lagebild zur aktuellen Bedrohungslage für KMU veröffentlichen. Das BMWE startet mit dieser aktuellen Analyse und erweiterten Unterstützungsangeboten für KMU, Start-ups und Handwerksbetriebe in den internationalen Cybersicherheitsmonat Oktober.

Parlamentarischer Staatssekretär Johannes Steiniger: „Unser Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft, aber gleichzeitig auch ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle. Cybersicherheit ist keine Kür, sondern eine Frage der wirtschaftlichen Existenz. Mit der Initiative IT-Sicherheit in der Wirtschaft unterstützt das BMWE unsere Unternehmen durch kostenfreie, anbieterneutrale und praxisnahe Hilfsangebote. Unser Ziel ist es, das Cybersicherheitsniveau nachhaltig zu erhöhen und den deutschen Mittelstand resilienter und zukunftsfähiger zu machen.“ 

Videobotschaft zum Aktionsmonat Cybersicherheit 

Cyberangriffe setzen die deutsche Wirtschaft immer mehr unter Druck. Datendiebstahl, Industriespionage und Sabotage verursachten laut der aktuellen Studie des Digitalverbands Bitkom „Wirtschaftsschutz 2026“ allein im vergangenen Jahr Schäden in Höhe von mindestens 211 Milliarden Euro in der deutschen Wirtschaft. Ein Großteil davon – 160,4 Milliarden Euro – sind auf Cyberangriffe zurückzuführen. Fast drei Viertel der Unternehmen stufen diese Gefahr als groß oder sehr groß ein. Betriebsausfälle, Erpressungszahlungen, kostspielige Rechtsstreitigkeiten und indirekte Folgekosten durch den Verlust von Wettbewerbsvorteilen oder Plagiate treffen zunehmend nicht nur die Großkonzerne, sondern auch unseren Mittelstand.

Ransomware- und Phishing-Attacken sind die größte Cyber-Bedrohung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Handwerksbetriebe und Start-ups in Deutschland. Außerdem sind die Unternehmen als wichtiger Teil lokaler, europäischer und globalen Lieferketten ein attraktives Ziel für kriminelle Akteure. Gleichzeitig fehlen vielen KMU die notwendigen personellen, finanziellen und fachlichen Ressourcen, um sich wirksam gegen Cyberangriffe zu schützen.

Die Initiative IT-Sicherheit in der Wirtschaft bietet KMU, Handwerksbetrieben und Start-ups in Deutschland ein umfassendes Portfolio an kostenfreien Tools und Angeboten. Neben der Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand adressieren spezialisierte Fokusprojekte zusätzlich aktuelle Herausforderungen von KMU wie zum Beispiel: 

• Die Umsetzung der Anforderungen aus der NIS2-Richtlinie zur Sicherung von Netz- und Informationssystemen in Unternehmen und Lieferketten.

• Die Umsetzung der Anforderungen vom Cyber Resilience Act (CRA) zur Cybersicherheit von vernetzten Produkten.

• Die Absicherung von Produktionsanlagen.

• Die Sensibilisierung von KMU hinsichtlich KI-gestützter Bedrohungen.

Alle Angebote sind darauf ausgerichtet, die Prävention, Detektion und Reaktion auf Cyberangriffe nachhaltig zu verbessern. Begleitend zum Lagebild informieren und qualifizieren die Transferstelle und weitere Partner aus der Initiative IT-Sicherheit in der Wirtschaft KMU im Aktionsmonat im Rahmen diverser Online-Veranstaltungen zu den aktuellen Herausforderungen. Ein weiterer Höhepunkt im Oktober ist die it-sa Expo&Congress, die europaweit größte Fachmesse für Cybersicherheit, die vom 27. bis 29. Oktober 2026 in Nürnberg stattfinden wird. Die Initiative IT Sicherheit in der Wirtschaft wird auch in diesem Jahr mit einem eigenen Stand (Halle 9, Stand 523) vertreten sein.

Weitere Informationen

Angebote der Initiative IT-Sicherheit in der Wirtschaft und aktuelle Fokusprojekte
Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand
Aktionsmonat Cybersicherheit

Über die Initiative IT-Sicherheit in der Wirtschaft

Die Initiative ist Teil des Förderschwerpunkts Mittelstand-Digital des BMWE. Sie unterstützt mittelständische Unternehmen, Handwerksbetriebe und Start-ups dabei, ihre Cybersicherheit stetig zu verbessern. Die Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand unterstützt – als Kernstück dieser Initiative – Unternehmen kostenfrei mit zahlreichen Angeboten bei der Prävention, Detektion und Reaktion auf Cyberangriffe. Neben der Transferstelle werden sog. Fokusprojekte zu Cybersicherheit über Förderwettbewerbe gefördert, die spezifische Fragen zu IT- und Cybersicherheit für KMU adressieren. In Fokusprojekten werden ergänzend breitenwirksame digitale Tools, Schulungs- und Bewertungswerkzeuge zu spezifischen Fachfragen bzw. zur Mitarbeiterqualifikation entwickelt.