Mann arbeitet an einer Maschine die Prothesen fertigt

© Andre Wirsing

Die Orthopädie- und Rehatechnik Dresden GmbH ist auf Orthopädieschuhe und Leistungsangebote zur Rehabilitationstechnik spezialisiert, betreibt eigene Sanitätsfachgeschäfte und pflegt Beziehungen zu Ärzten und Kliniken in der Region. Dabei sieht sich das Unternehmen, dem die Beratungskompetenz seiner 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders wichtig ist, vor einer großen Herausforderung: Einerseits wächst, bedingt durch den demografischen Wandel und die steigende Lebenserwartung, die Nachfrage nach orthopädischen Leistungen. Andererseits ist die Konkurrenz um qualifizierte Fachkräfte innerhalb der Branche groß.

Daher prüfte das Unternehmen, welche Fertigungsprozesse durch digitale Technologien zu optimieren wären. Ziel war es nicht nur, die Versorgungsqualität zu verbessern und die Lieferfristen zu verkürzen. Die angestellten Fachkräfte sollten auch zeitliche Freiräume erhalten, um sich stärker auf die Beratung der Kunden konzentrieren zu können. Die digitale Lösung besteht aus drei Elementen: einem 3D-Scanner zur Erfassung der Körperteile, einer speziellen CAD-Software zur Datenaufbereitung sowie einer CNC-Fräse: Mit dieser Werkzeugmaschine lassen sich durch den Einsatz einer modernen Steuerungstechnik Werkstücke mit hoher Präzision herstellen. Etwa 25 Prozent des Fertigungsprozesses wurden auf diesem Weg digitalisiert.

Die Mitarbeiter wurden frühzeitig in den Prozess eingebunden, über alle Schritte informiert und darüber hinaus über mehrere Monate qualifiziert. Das digitale Know-how im Unternehmen wurde ausgebaut, außerdem wurden drei zusätzliche Vollzeitstellen geschaffen. Die positive Bilanz der Mitarbeiter: Die verstärkte Digitalisierung der Fertigungsprozesse hat insgesamt zu ihrer Entlastung geführt. Jetzt können sie sich auf anspruchsvollere Leistungen und vor allem die Beratung der Kunden konzentrieren.

Das ausführliche Praxisbeispiel finden Sie hier.