Digitale Geschäftsmodelle sind keine Blaupause herkömmlicher Geschäftsmodelle, die lediglich am Computer umgesetzt werden. Sie schaffen andere Prinzipien der Wertschöpfung. Während früher eher Produzenten und Dienstleister das Marktangebot bestimmten, werden die Märkte heute stärker durch die Nachfrage der Kunden geprägt.
Einführung
Zunächst muss ein digitales Geschäftsmodell die gleichen Fragen beantworten wie ein traditionelles: Was ist mein Angebot an den Kunden? Wer ist mein Kunde und wie kommuniziere ich mit ihm? Wie wird die Leistung erbracht? Wie wird der Umsatz generiert und wie erfolgen Transaktionen? Jedes Element der vier Bereiche erzeugt Informationen, die gesammelt, verarbeitet, analysiert oder weiterkommuniziert werden können.
Die Digitalisierung hat für neue Informations-, Kommunikations- und Vertriebskanäle gesorgt und den Kunden verändert. Dieser ist nun informierter und anspruchsvoller – daran müssen sich auch kleine und mittlere Unternehmen orientieren.
Dieses Themendossier zeigt Beispiele für die erfolgreiche Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle in der Praxis und Expertenmeinungen zur Theorie dahinter auf. Außerdem werden relevante Methoden zur Umsetzung digitaler Modelle im eigenen Unternehmen vorgestellt.
der KMU erweitern die Kundenkommunikation durch Online-Marketing.
50 %
der KMU erstellen ein klares Kundenprofil.
19 %
der KMU nutzen Kundenimpulse für Innovationen.
5 %
der KMU nutzen Netzwerke und Partnerschaften für neue Produkte und Innovationen..
Praxisbeispiele
Der digitalisierte Zander: Die Fischmaster GmbH entwickelt die Fischproduktion der Zukunft
Eric Nürnberger ist Fachmann für IT – und für Zander. Indem er beides zusammengeführt hat, ist ein vollkommen neues Geschäftsmodell entstanden, das die Fischproduktion revolutioniert.
Die Gründer von KOLORAT haben Farb-Fachwissen mit digitaler Expertise kombiniert. Jetzt bieten sie ihren Kunden individuelle Beratung durch speziell zugeschnittene Online-Tools für die Farbenwelt.
Dr. Franz Büllingen, vormaliger Leiter der Mittelstand-Digital-Begleitforschung, rät kleinen und mittleren Unternehmen zu strategischen Weichenstellungen für das digitale Zeitalter.
Heidi Barzik vom Kompetenzzentrum Digitales Handwerk erklärt im Interview, warum das Handwerk an seinen Geschäftsmodellen für die digitale Zukunft werkeln sollte.
Alexander Bose von mbH Emsland gibt im Interview Einblick in die Potenziale, die die Cloud-Technologie kleinen und mittleren Betrieben für neue Geschäftsmodelle eröffnet.
Externer Link:Geschaeftsmodelle neu denken - Neue Potentiale erschließen
Die Ansprüche der Kunden an ein Produkt bzw. eine Dienstleistung verändern sich. Schon heute beteiligt sich der Kunde online an der Herstellung und Gestaltung von Produkten oder er lässt sich über das Internet in allen seinen Fragen begleiten.
Externer Link:Digitales Geschäftsmodell für einen Schornsteinfeger
Im Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Stuttgart begleitet das Ferdinand-Steinbeis-Institut gemeinsam mir der bwcon kleine und mittlere Unternehmen bei den ersten Schritten in die Digitalisierung. Wie im Video am Beispiel eines Schornsteinfegers gezeigt, wird hier im Bereich Geschäftsmodellentwicklung unterstützt. Das im Dezember 2016 gestartete Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie BMWi gefördert.